Die Gurken gründlich waschen. Wer eine sehr feste Schale nicht mag, kann sie vollständig oder streifenweise schälen. Anschließend die Gurken in dünne Scheiben hobeln oder mit einem scharfen Messer schneiden. Die Scheiben in eine Schüssel geben, mit etwa einem halben Teelöffel Salz vermengen und ungefähr 15 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit geben sie einen Teil ihres Wassers ab.
Die Gurken anschließend in ein Sieb geben und vorsichtig ausdrücken. Sie müssen nicht vollständig trocken sein, sollten aber nicht mehr tropfen. Dieser Schritt ist wichtig, damit der Joghurt später dick und cremig bleibt.
Den Joghurt in eine große Schüssel geben und mit einem Löffel glatt rühren. Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken oder durch eine Knoblauchpresse drücken. Knoblauch, Zitronensaft, Pfeffer, Dill und Petersilie zum Joghurt geben und alles gründlich vermischen.
Nun die vorbereiteten Gurkenscheiben hinzufügen und behutsam unterheben, bis sie gleichmäßig von der Joghurtcreme umhüllt sind. Den Salat probieren und bei Bedarf noch etwas Salz oder Zitronensaft ergänzen.
Die Schüssel abdecken und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Während dieser Zeit verbinden sich die Aromen, und der Knoblauch wird etwas milder. Noch besser schmeckt der Salat, wenn er ungefähr ein bis zwei Stunden durchziehen konnte.
Vor dem Servieren noch einmal vorsichtig umrühren. Falls sich am Boden etwas Flüssigkeit gesammelt hat, kann sie entweder untergerührt oder vorsichtig abgegossen werden. Nach Wunsch den Salat mit etwas frischem Dill und einem dünnen Faden Olivenöl garnieren.
Tipps für einen besonders cremigen Salat
Stichfester Joghurt oder griechischer Joghurt eignet sich deutlich besser als sehr dünnflüssiger Naturjoghurt. Bei gewöhnlichem Joghurt kann man ihn vorher etwa 30 Minuten in einem mit einem sauberen Tuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen.
Die Gurken sollten nach dem Salzen nur vorsichtig ausgedrückt werden. Werden sie zu stark gepresst, verlieren sie ihre knackige Konsistenz.
Frischer Knoblauch schmeckt deutlich intensiver als Knoblauchpulver. Wer empfindlich auf Knoblauch reagiert, verwendet zunächst nur eine Zehe und lässt den Salat anschließend gut durchziehen.
Dill passt besonders gut zu Gurke und Joghurt. Petersilie sorgt zusätzlich für Frische, kann aber auch weggelassen werden.
Der Salat sollte möglichst kalt serviert werden. Gerade zu heißen Kartoffel- oder Fleischgerichten entsteht dadurch ein besonders angenehmer Kontrast.
Leckere Varianten
Für eine etwas reichhaltigere Version können zwei bis drei Esslöffel Schmand oder saure Sahne unter den Joghurt gerührt werden.
Einige zerbröselte Walnüsse geben dem Salat einen feinen Biss und passen überraschend gut zur Knoblauchnote.
Mit etwas zerbröseltem Feta wird aus der einfachen Beilage ein sättigenderer Salat. Dann sollte beim zusätzlichen Salz vorsichtig dosiert werden.
Wer es milder mag, ersetzt einen Teil des Knoblauchs durch fein geschnittene Frühlingszwiebeln.
Eine kleine Prise Paprikapulver oder Chiliflocken sorgt für mehr Würze, ohne den frischen Charakter des Salats zu überdecken.
Dazu passt der Schneewittchen-Salat
Besonders gut schmeckt er zu Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Frikadellen, Schnitzel, gebratenem Hähnchen oder gegrilltem Fleisch. Auch neben einem kräftigen Kartoffelauflauf wirkt der kalte Joghurt-Gurken-Salat angenehm leicht.
Mit Fladenbrot, Bauernbrot oder geröstetem Toast kann er außerdem als unkompliziertes Mittag- oder Abendessen serviert werden. Im Sommer passt er natürlich ebenfalls hervorragend zu Grillgerichten, doch gerade im Winter bringt er eine willkommene Frische zwischen die oft schweren Speisen.
Aufbewahrung
Gut abgedeckt hält sich der Schneewittchen-Salat ungefähr ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Mit der Zeit geben die Gurken jedoch weitere Flüssigkeit ab, weshalb er frisch zubereitet am besten schmeckt.
Zum Einfrieren eignet sich der Salat nicht. Nach dem Auftauen würden sowohl die Gurken als auch der Joghurt ihre angenehme Konsistenz verlieren.
Fazit
Der Schneewittchen-Salat gehört zu den Rezepten, die mit wenigen Zutaten überraschend viel Geschmack auf den Tisch bringen. Er ist cremig, frisch, leicht würzig und gleichzeitig wunderbar unkompliziert.
Bei uns steht er inzwischen nicht nur im Sommer, sondern gerade auch im Winter regelmäßig auf dem Tisch. Neben heißen Kartoffeln, Fleisch oder Aufläufen schmeckt seine kühle Joghurtcreme besonders angenehm. Und obwohl das Rezept so einfach ist, fragt fast immer jemand nach, was genau darin steckt.